BLEIBT
ANDERS
10 Tage
10 Häuser
10 Transformationen
Wir AFEA (Association for Ecological Architecture) sind vom 7.-17. Mai 2026 in Uzwil und erarbeiten sanfte Umbaukonzepte für Besitzerinnen und Besitzer von ausgewählten Einfamilienhäusern.
Die Gemeinde Uzwil unterstützt uns dabei.
Fragen, die ihr möglicherweise habt:
Wer seid ihr, “AFEA” ?AFEA haben wir, Aimée Michelfelder und Jurek Brüggen, gegründet. Wir sind ein kleines Team von Architekt:innen aus Basel und Berlin - mit einer grossen Passion für Bauen im Bestand und das Initiieren von Projekten für eine bessere Zukunft. Hier findet ihr mehr dazu: www.afea.site
Warum macht AFEA diese Studien?Einfamilienhäuser sind Raum für Erinnerungen und Träume, Garten und Grosskinder, Besuch und Familie. Doch was passiert, wenn Kinder ausziehen, der Garten zu gut gedeiht und das Haus zu gross wird? Diese Gebäude sind ein wichtiges Thema für jede:n Einzelne:n und für die Gesellschaft. Deswegen entwerfen wir Konzepte, wie ein Einfamilienhaus umgebaut und länger und vielfältiger genutzt werden kann.
Wie kann ich dabei sein?Wir freuen uns sehr, wenn ihr Teil dieses Projekts sein möchtet. Ihr könnt uns gerne anrufen (077 267 98 71) oder uns eine Mail (hallo@allesbleibtanders.ch) schreiben.
Wie muss ich mir so eine Studie vorstellen? Ganz einfach: Während der 10 Tage vom 7.-17. Mai sind wir in Uzwil und entwickeln in dieser Zeit für 10 Transformations-Konzepte. Wir setzen uns für zirka eine Stunde zusammen und ihr erzählt uns, was euer Haus kann und was es vielleicht noch nicht kann. Basierend auf dem Gespräch, Plänen und Ideen erstellen wir ein Transformationskonzept.
Was erhalte ich mit einer Studie?Ihr erhaltet ein sorgfältig zusammengestelltes Dossier mit Plänen und Darstellungen, wie euer Haus mit kleinen, aber präzisen Massnahmen angepasst werden kann. Mit dem Erhalt erklärt ihr euch bereit, dass wir die erarbeiteten Dokumente für Publikationen verwenden dürfen - gerne anonymisieren wir diese, damit eure Privatsphäre gesichert bleibt.
Was muss ich zur Verfügung stellen?Hilfreich sind Pläne eures Hauses und schon ein paar Gedanken eurerseits, wie ihr euch die Zukunft in eurem Haus vorstellt und was dem vielleicht noch im Wege steht.
Ist die Transformations-Studie verbindlich?Nein, diese Studie ist nicht verbindlich und völlig kostenfrei.
Was macht ihr mit den Studien?Sie werden am 17. Mai an der Abschluss-Ausstellung ausgestellt. Anonymisiert, ohne exakte Nennung von Namen oder Adressen. Weiter planen wir eine Buchpublikation - als greifbare Inspiration für andere Gemeinden, Hausbesitzer:innen und andere Planer:innen.
Ihr habt weitere Fragen?
Meldet euch gerne:
Telefon
+41 77 267 9871 (Aimée Michelfelder:)
Mail:
hallo@allesbleibtanders.ch
Internet
www.allesbleibtanders.ch
Temporäres Büro in Uzwil:
Palotti-Haus
9240 Uzwil
Start: Donnerstag, 7. Mai 2026
Abschluss: 17. Mai 2026
mit Ausstellung und Apéro
Interventionen
Transformationen
In vielen Häusern gibt es ungenutzte Flächen. Durch präzise geplante Zugänge, Treppen oder Unterteilungen könnten diese Flächen ein Zuhause werden für neue Bewohner:innen. Das kann die Umbaumassnahmen finanzieren und neue Gemeinschaften fördern.
Dabei achten wir auf Rückzugsmöglichkeiten und Privatsphäre für alle.
So könnt ihr im Haus bleiben und in der Zukunft eine Vielfalt von Lebensrealitäten bei euch begrüssen - als Einfamilienhaus, Mehrgenerationenhaus, Doppelhaus oder vieles anderes.
Hier erhaltet ihr einen Einblick, was aus dem Besuche bei euch resultieren könnte.
Die untersuchten Häuser der folgenden Transformations-Studien befinden sich im Kanton Aargau, Bern und Solothurn. Sie sind aus Gesprächen, Bauordnungen und entdeckten Potenzialen entstanden:
AusgangslageFreistehendes 5-Zi.-EFH mit 2 Vollgeschossen
Erweiterte NutzungGross- und Pflegekinderbetreuung
HerausforderungDas Haus soll wie ein Mehrgenerationenhaus genutzt werden können, wo aber alle Parteien sich zurück ziehen können
TransformationBestehende Terrasse überdachen und einhausen mit Wintergartenkonstruktion. Separater Zugang via Wintergartendach ins Dachgeschoss. Eingang über neue Terrasse. Ausgebautes Dachgeschoss zu 3 Zimmer Wohnung.
AusgangslageEck-Reihenhaus mit 6,5-Zi., mit 3 Vollgeschossen
Erweiterte NutzungGrosskinderbetreuung, tlw. längere Aufenthalte von Verwandten
HerausforderungenIm Falle einer eingeschränkten Mobilität stellen Treppen Sturzrisiko dar, In Frage gestellte finanzielle Machbarkeit nach Pensionierung
BedarfBarrierefreies Zimmer im EG, Mieteinnahmen mit Einliegerwohnung, bewahren privater Terrassen und Balkone
TransformationErschliessung des 1. OG über einen Turm, der als Pflanzen-Überwinterungslager für die Hausbesitzerin dient und als private Aussenterrasse für die neuen Mietenden.
AusgangslageFreistehender Bugnalow mit 5-Zimmern, 1 Vollgeschoss mit belichtetem Kellergeschoss
Erweiterte NutzungLängere Aufenthalte eines erwachsenen Kindes
HerausforderungenSehr steile Kellertreppe, Zugang zur Waschmaschine im Keller und Kellerräume allgemein sturzgefährdend, Wohnen im Alter bringt manchmal einsame Tage mit sich
BedarfEinfacher Zugang zu Waschmaschine, Anderer Nutzen des Kellergeschosses, zusätzliche Bewohner:innen
TransformationVerlegen der Waschmaschine ins Erdgeschoss, innenliegende Dämmung mit Hanfkalk-Steinen und Ausbauen des Kellergeschosses. Abgraben des Erdvolumens, dass eine schöne Terrassensituation für die Einliegerwohnung entsteht
Grundlagen
Hintergründe
Rund 57% der Wohngebäude in der Schweiz sind Einfamilienhäuser. In knapp der Hälfte davon (46%) wohnen nur 1-2 Personen. Mit über 1,3 Millionen ist der Solohaushalt die größte Einheit.
Bundesamt für Statistik - Volkszählung, Gebäude- und Wohnungsstatistik
26,7% der Bevölkerung wohnt in einem Einfamilienhaus.
Bundesamt für Statistik - Bau- und Wohnungswesen
Im Kanton Zürich sind 62% der Einfamilienhausbewohner:innen über 65 Jahre alt.
Zürcher Kantonalbank und Bundesamt für Statistik
Die Lebenserwartung steigt und ein Grossteil der Senior:innen haben eine gute Gesundheit.
Bundesamt für Statistik - Panorama Gesellschaft Schweiz 2024
Der Abbruch von Gebäuden macht 84% des Schweizer Abfalls aus.
Baustoffkreislauf Regio Basel - Grundlagen, Abfall
Last Updated 30.03.2026